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DGB-Großdemonstration
gegen Sozialraub in Frankfurt

21.10.06

Bundesweit ca 220.000 Teilnehmer!
Obwohl der Veranstalter nur mit 5000 gerechnet hatte gingen allein in Frankfurt über 20.000 Menschen auf die Straße.

Ein persönlicher Erlebnisbericht aus dem WASG-Kreisverband Birkenfeld.

Nachdem der WASG-Kreisverband Birkenfeld zusammen mit den anderen linken Kräften im Kreis in den vergangenen Wochen und Monaten mit Info-Ständen und Veranstaltungen für einen gesetzlichen Mindestlohn geworben, und auch den Aufruf des DGB zur Groß-Demonstration gegen Sozialabbau aktiv unterstützt hatte, ging es am 21. Oktober nach Frankfurt.

ver.di-Mitglied und WASG-Kreisvorsitzende Tanja Krauth freute sich, dass im kostenlos vom DGB zur Verfügung gestellten vollbesetzten Bus sehr viele WASG-Mitglieder und Sympathisanten auch zur Demo mitfuhren.

In Frankfurt wurden sich die mitgebrachten WASG-Protest-Plakate umgehängt und Tobias Spiess konnte die rote Fahne der Linkspartei schwenken.
Die WASG-Gruppe teilte sich auf. Tanja Krauth und einige ihrer Mitstreiter besuchten zuerst den nächsten Info-Stand der eigenen Partei und dann den Stand der Linkspartei.
Hier bekam der Kreisschatzmeister Andre Thiessen eine schicke weiße Weste Marke "8-Euro-+-Mindestlohn" verpasst.

Danach traf man auf den Bundestags-abgeordneten der Linksfraktion und rheinland-pfälzischen WASG-Landes-Vorsitzenden Alexander Ulrich, dem sich die Gruppe während des friedlich verlaufenden Protestmarsches und der Kundgebung auf dem Römerberg anschloss.

Trotz so ernster Themen wie Mindestlohn, Gesundheitsreform, Rente mit 67 und Hartz IV , die in den Vorträgen der Redner im Mittelpunkt standen, hatte die Birkenfelder Gruppe auch ihren Spaß. Etwa als sich Andre als Che-Guevara-Fan outen musste. Oder bei den Fotoaufnahmen von Tanja Krauth und Rainer Böß mit dem Bundestagsabgeordneten für die Pressemappe.


 


 

Die Leidtragenden der Reformen wie Hartz IV oder der Gesundheitsreform seien insbesondere die Arbeitnehmer, kritisierte der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel. Von der SPD zeigte sich Wiesehügel enttäuscht, die Partei sei weit von ihren Wurzeln entfernt.

Vereinzelt waren in dem Fahnenmeer, das ansonsten von DGB- und ver.di-Flaggen sowie vielen Transparenten sozialer Bewegungen wie z.B. Attac und von Linkspartei und WASG dominiert wurde, auch SPD-Banner zu erkennen. Tanja Krauth:"Ich hoffe, dass sich auch die SPD-Basis endlich zunehmend offen gegen den neoliberalen, menschen-verachtenden Kurs der eigenen Parteiführung stellt! Die Vielzahl der hier vertretenen Organisationen und Gruppen unterstreicht ganz klar die Aussage von DGB-Chef Sommer, dass dieser Protest aus der Mitte der Gesellschaft kommt."

R. Böß vom Kreisverband : "Dass Gewerkschafter, Arbeitslose und Studenten gemeinsam  demonstrieren zeigt die Breite der neuen Bewegung und entlarvt die Große Koalition  als eine Regierung, die gegen das Volk regiert und in den Augen der Bevölkerung längst  jede Legitimation verloren hat. Die Mobilisierung der Massen muss aber weitergehen!"

Die Mitglieder des Kreisverbandes Birkenfeld wiesen sich zusätzlich zu den Plakaten mit Namensschildern, auf denen die Partei- und Kreiszugehörigkeit abzulesen war, aus. Deshalb wurden sie auch sehr oft von Mitdemonstranten angesprochen und es konnten viele, zum Teil recht interessante und ausführliche Gespräche geführt und neue Kontakte geknüpft werden.
Durch die klare Identifikation wurde auch den im Birkenfelder Bus mitfahrenden sozial engagierten Gewerkschaftern, die noch nicht in der WASG sind, signalisiert, dass eine starke und sehr aktive WASG im Kreis Birkenfeld an ihrer Seite steht

Der DGB hat für die kommenden Monate weitere Protestaktionen angekündigt.

Die Mitglieder des WASG-Kreisverbandes Birkenfeld machen gerne wieder mit!


RAB (WASG-KV Birkenfeld)


Zu unseren Demo-Bildergalerien:
1. KV-Birkenfeld und Freunde
2. Linkspartei und WASG
3. Allgemeine Eindrücke
4. Auswahl große Bilder

   

Aktualisiert: 27.10.2006
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