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Demo gegen die Pläne des Telekom-Vorstandes in Mainz24.05..07Am 23.05.2007 kamen aus ganz Rheinland-Pfalz und dem Saarland über
1.800 Demonstranten nach Mainz, bundesweit waren es allein an diesem Tag
25.000! Die Telekom will auch ohne Einigung mit der Gewerkschaft ver.di 50.000 Mitarbeiter der Festnetzsparte T-Com in drei konzerneigene Gesellschaften überführen. Dort sollen sie zu wesentlich schlechteren Bedingungen als bisher arbeiten. Außerdem sollen viele Standorte aufgelöst werden.
Wenn von Rednern unter dem tosenden Beifall von über 1800 Demonstranten
in Mainz der eigene Unternehmens-Vorstand als "Lügner und
Verbrecher" bezeichnet wird zeigt dies, wie groß die Wut
gegenüber der Konzern-Leitung ist. Erst vor drei Jahren wurden Urlaubs-
und Weihnachtsgeld gestrichen um 10 000 Arbeitsplätze zu erhalten.
Viele Versprechungen des Konzerns gegenüber den Mitarbeitern seien
in der Vergangenheit gebrochen worden, so der Vorwurf. Die üblen Methoden der Konzernleitung den Streik zu brechen wurden
auf das heftigste kritisiert. Der großen Koalition aus SPD und CDU, das heißt, der Bundesregierung als Großaktionär der Telekom, und hier besonders dem Bundesfinanzminister und stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Peer Steinbrück, wurde vorgeworfen, den harten Kurs von Telekom-Chef Obermann zu unterstützen. Auch der rheinland-pfälzische SPD-Ministerpräsident Kurt Beck sei hier in der Verantwortung. Der Image-Verlust und auch der finanzielle Verlust durch einen immer größer werdenden Berg nicht ausgeführter Aufträge wird für die Telekom, die in den Redebeiträgen auch als "Heuschrecke" und als "Haifisch" dargestellt wurde, mit jedem Streiktag größer. Die Demonstranten konnten sich der Unterstützung und Solidarität nicht nur vieler weiterer Mitstreiter, wie zum Beispiel den ebenfalls von massivem Stellenabbau bedrohten Mitarbeitern der Sparkassen Informatik (SI), einem der größten IT-Dienstleister der Sparkassengruppe, und den Mainzer Postangestellten sicher sein. Auch 75 % der deutschen Bevölkerung halten den Streik für richtig und wichtig. Ebenso wie die rheinland-pfälzischen Landesverbände von WASG und Linkspartei den Aufruf zur Demo in Mainz unterstützten, begleiteten am Mittwoch auch Mitstreiter aus dem Bereich des WASG-Kreisverbandes Birkenfeld die zahlreichen Telekom-Mitarbeiter aus Idar-Oberstein zur Kundgebung nach Mainz.
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Rainer Böß, Landesparteirat der WASG-Rheinland-Pfalz und stellvertretender
Vorsitzender des Kreisverbandes Birkenfeld konnte dank des Engagements
und der vorbildlichen kreisverbands-übergreifenden Informationsarbeit
von Helene von Kolontay (Kreisschatzmeisterin KV Daun/Vulkaneifel) den
unverschämten Artikel der "Eifel-Zeitung" als Bestandteil
eines eigenen Flyers an viele interessierte Demonstranten verteilen. Ein Ver.di-Mitglied aus Trier , das als Redner auf der Abschlussveranstaltung in Mainz vom entschlossenen Arbeitskampf der Kolleginnen und Kollegen in der Region Trier berichtete, erklärte gegenüber Böß, die Kollegen aus Trier hätten einen Brief an die Zeitung geschrieben, welcher aber nicht veröffentlicht worden sei. Nach interner Beratung habe man beschlossen, die Sache zunächst auf sich beruhen zu lassen. Die Auseinandersetzung mit der Telekom habe jetzt Vorrang vor solchen Nebenkriegsschauplätzen. Böß:" Die Leute sind alle hochmotiviert und haben eine wirklich große Wut auf die Telekom. Es geht nicht nur um verschlechterte Arbeitsbedingungen bei hohen Einkommensverlusten. Was in der Öffentlichkeit vielleicht nicht so bekannt ist: Die Telekom will sich weiter aus der Fläche zurück ziehen. Stützpunkte unter 500 Beschäftigten sollen dicht gemacht werden. Wer, wie z.B. Behinderte, Alleinerziehende, oder Mitarbeiter, die Kinder oder Angehörige betreuen müssen, die wesentlich längeren Strecken zur neuen Arbeitsstelle nicht fahren kann, muss dann von sich aus kündigen! Diese perfide Strategie wird offensichtlich von den politisch Verantwortlichen in CDU und SPD mitgetragen. Was das nicht nur für individuelle Lebensplanungen, sonder auch für den regionalen Arbeitsmarkt und die jetzigen Arbeitslosen bedeutet, sollte jedem klar sein".
Es bleibt zu hoffen, dass in diesem und auch in zukünftigen Arbeitskämpfen die gegenseitige Unterstützung aller DGB-Gewerkschaften noch verstärkt wird. Die Demo in Mainz war ein guter Anfang, dass es aber noch besser geht, ja besser gehen muss, zeigt der riesige Applaus, den die beiden Damen bekamen, die mit der einzigen DGB-Fahne mitmarschierten. Der Zusammenhalt aller DGB-Gewerkschaften auch in der öffentlichen Wahrnehmung kann den Druck auf Konzerleitungen noch einmal erheblich verstärken, so Böß. Auch in Mainz trat DIE LINKE an diesem Tag für die Interessen
der Menschen ein und solidarisierte sich mit den Streikenden der
Telekom. HIER IST DIE LINKE! 24.05.2007 Rainer Böß KV Birkenfeld (RAB) |
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| Aktualisiert: 25.05.2007 |
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