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Presse-Informationen

WASG: Kinder und Jugendliche vor NPD schützen

06.03.2007

Vereint gegen NPD-Schulungszentrum im Hunsrück

Wie bereits in den Medien berichtet, wurde die Demonstration gegen das geplante NPD-Schulungszentrum in einer ehemaligen Schule in Gonzerath (Hunsrück) am 3.März 2007 von allen demokratischen Kräften mitgetragen.
Mehr als 70 Organisationen mit über 2000 Menschen, darunter mehreren hundert Einwohnern des Ortes, waren auf der Kundgebung vertreten.

Das "Bündnis gegen Rechts, Trier & Gonzerath", hatte zusammen mit weiteren Unterstützern, zu denen auch der WASG-Kreisverband Birkenfeld gehört, zu der Anti-Nazi-Kundgebung in Gonzerath aufgerufen. DIE LINKEN aus dem benachbarten Kreis Birkenfeld nahmen mit einer großen WASG-Gruppe sowie Mitgliedern der AL und der DKP an der Veranstaltung teil. Aber auch Angehörige der "Friedensinitiative Obere Nahe" und Vertreter der Jusos und der Jungen Union aus dem Kreis waren anwesend.

Nach dem Ende der Demonstration lud der rheinland-pfälzische SPD-Landtags-abgeordnete und Versammlungsleiter, Dieter Burgard (Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert) noch zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in die nahegelegene Schackberghalle ein. Für NPD-Mitglieder und deren Sympathisanten gab es keinen Zutritt.
Tamara Breitbach vom Netzwerk für Demokratie und Courage, Rheinland-Pfalz, informierte über die Strukturen der NPD und deren zunehmend subtileren Methoden Mitglieder, Einfluss und gesellschaftliche Akzeptanz zu gewinnen.
In der anschließenden Diskussion wurde z.B. der Vorschlag gemacht, dass die Lebensmittelhändler im Ort nicht an Nazis verkaufen sollten. Es wurde aber auch die Auffassung vertreten, dass die soziale Schieflage und hier vor allem die Hartz-IV-Gesetze den Neonazis Menschen in die Arme treiben würden. Die Verantwortung und der mögliche Einfluss von Politikern wurde genau so kontrovers diskutiert wie ein NPD-Verbot. Die große Mehrheit der Anwesenden sprach sich allerdings für ein NPD-Verbot aus. Als Argument wurde dabei auch genannt, dass dann die NPD über die Parteienfinanzierung kein Geld mehr vom Staat und damit von den Bürgerinnen und Bürgern bekommen würde. Dies wäre sowieso ein "politischer Skandal" ereiferte sich ein Diskussionsteilnehmer.

 

 

 

 


 

Darüber hinaus wurde aber auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit der NPD gefordert. Dies kann laut der stellvertretenden WASG-Landes-vorsitzenden Tanja Krauth durch Informationsveranstaltungen, wie sie z.B. von Tamara Breitbach im Raum Trier angeboten werden, auch an Schulen im Kreis Birkenfeld und in anderen Kreisen geschehen.

Es wurde ebenfalls der Vorschlag eingebracht, Geld zu sammeln und das an die NPD vermietete Gebäude vom Eigentümer wieder zurückzukaufen. Als Gegenargumente wurden vorgebracht, dass man auf diese Weise nicht die Nazis finanzieren dürfe und darüber hinaus keine Garantie dafür habe, dass sie dann in der Gegend nicht ein anderes, für ihre Umtriebe geeignetes Objekt mieten oder kaufen würden.

Krauth, die auch Vorsitzende des WASG-Kreisverbandes Birkenfeld ist, erinnerte in ihrem Redebeitrag in der vollbesetzten Schackberghalle daran, dass " die von der NPD vertretene Ideologie Deutschland den 2. Weltkrieg und unendliches Leid" beschert habe. Krauth weiter: "Vor allem Kinder und Jugendliche, die Bestätigung und Anerkennung suchen, sind durch die Nazipropaganda und -angebote besonders gefährdet. Die Kommunen sind gefordert für die jungen Menschen attraktive Freizeitangebote zur Verfügung zu stellen!" Krauth appellierte auch an die Eltern, die Augen aufzuhalten und sich über gewisse in der rechten Szene vorkommenden Erkennungszeichen zu informieren.

Tanja Krauth schloss sich der Forderung eines Redners an, dass sich andere Gemeinden mit der Bevölkerung von Gonzerath in ihrer überzeugenden Ablehnung der NPD solidarisieren sollten.

Das "Bündnis gegen Rechts" wird sich zu einer Nachbetrachtung der Veranstaltung vom 03.März treffen. Danach sind weitere Zusammenkünfte mit dem Ziel geplant darauf hinzuwirken, dass die NPD ihr Schulungszentrum in Gonzerath wieder aufgeben muss.

Tanja Krauth bot MDL Dieter Burgard ihre weitere Unterstützung an. Auch an vermutlich notwendigen weiteren Aktionen werde sich der WASG-Kreisverband Birkenfeld und die anderen linken Parteien im Kreis beteiligen.
Dem braunen Spuk müsse, wie dies in Gonzerath bereits in höchst beeindruckender Weise geschehen wäre, parteiübergreifend entgegen getreten werden.

RAB (WASG-KV Birkenfeld)

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Aktualisiert: 08.03.2007
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