![]() |
![]() |
Für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit |
|
|
Presse-InformationenVerhungert wegen Hartz IV10.05.2007 Wie ein Gesetz, das den Namen eines rechtskräftig
verurteilen Straftäters trägt, zum Tode führen kann. Tanja Krauth bedankte sich beim WASG-Treffen
am 02. Mai in Birkenfeld bei den Mitgliedern für das große
Engagement am 1. Mai während der DGB-Veranstaltung in Idar-Oberstein.
Das dabei verteilte Informationsmaterial DER LINKEN wäre von den
ca 150 -200 Anwesenden auf dem Marktplatz dankbar angenommen worden. Anschließend wurde vom stellvertretenden Kreisverbands-Vorsitzenden Rainer Böß umfangreich über den tragischen Fall des verhungerten, psychisch kranken Hartz-IV-Opfers aus Speyer informiert. Nach der Leistungseinstellung seitens der zuständige Behörde hätte der Mann nach Angabe seiner Mutter kein Geld mehr zum Lebensmittelkauf gehabt. Der lernbehinderte junge Mann war bis zur Einführung von Hartz IV in einer Reha-Maßnahme vom Sozialamt betreut worden und bezog Sozialhilfe. Böß:"Weil das Prinzip der Fürsorge bei der Sozialhilfe durch das Prinzip der bürokratischen Verwaltung bei Hartz IV ersetzt wurde gehe ich davon aus, dass der Mann als Sozialhilfebezieher vermutlich überlebt hätte!" Böß berichtete auch über weitere Todesfälle und Selbstmorde, die im Zusammenhang mit Hartz IV stehen würden.
|
![]() |
WASGeht-Landesvorstand André Thiessen sah hier aber auch Risiken:" Es gibt ernsthafte Hinweise darauf, dass die "Tafeln" nicht etwa spontan entstanden sind, sondern zum ursprünglichen Konzept von Hartz-IV gehören! Wenn Bedürftige flächendeckend mit Lebensmitteln versorgt werden können, ist damit zu rechnen, dass dies zum Anlass genommen wird um die gesetzlichen Leistungen im Rahmen der Grundsicherung und Hartz IV noch weiter einzuschränken. Die Essensausgabe an den"Tafeln" ist allerdings freiwillig. Ob jeder Bedürftige wirklich etwas bekommt hängt vom Umfang der Spenden ab. Ein gesetzlicher Anspruch besteht hier nicht." Am Ende der Debatte machte ein weiteres Mitglied des Kreisvorstandes deutlich, dass auch bei 1-Euro-Jobs oftmals Gesundheit und Leben der Betroffenen aufs Spiel gesetzt würden (etwa wenn nicht, oder nicht ausreichend ausgebildete Hilfskräfte als Waldarbeiter zum Einsatz kämen). Viel Beifall von den Mitgliedern gab es für die Forderung, sich nicht auf die Diskussion um die Verbesserung einzelner Bestandteile von Hartz-IV einzulassen und den Appell: "Hartz-IV muss weg!" RAB (WASG-KV Birkenfeld) Externe Internetseiten zum Thema: Und zu den Tafeln: Kommentar:
|
|||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||
| Aktualisiert: 07.06.2007 |
© RAB 2006
|