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Presse-Informationen

Leserbrief zum Artikel "Telekom-Mitarbeiter machen mobil"

Sehr geehrter Herr Desinger , bezug-nehmend auf ihren Bericht vom 30. Mai 2007 im Wochenspiegel über den Arbeitskampf der Telekom-Mitarbeiter sende ich ihnen den folgenden Leserbrief zum Thema "Das Interesse der Bundesregierung als Großaktionär":

Mit freundlichem Gruß

Rainer Böß (WASG KV-Birkenfeld)


Wochenspiegel-Redakteur Klaus D. Desinger stellt in seinem Bericht vom 30. Mai im Wochenspiegel über den Arbeitskampf der Telekom-Mitarbeiter, wo es immerhin um die Lebensgrundlagen von 50000 Menschen und ihren Familien geht, die Frage:" Und warum schaltet sich der Staat nicht zur Vermittlung ein? Vielleicht weil er Großaktionär bei der Telekom ist"?

Nun, der Staat schaltet sich sehr wohl ein, aber anders als von den Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft erhofft!

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat bei seinen Plänen, weitere Anteile des Bundes an der Telekom zu verkaufen, ein elementares Interesse an Kurssteigerungen.
Im Streik bei der Deutschen Telekom drängt die Bundesregierung nach einem Bericht des Handelsblatts vom Freitag, 25.05.2007, Konzernchef René Obermann, gegenüber der Gewerkschaft ver.di hart zu bleiben. Der Bund als größter Aktionär erwarte, daß die angekündigten Sparziele weitgehend erreicht würden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf »Regierungskreise in Berlin«.
Der Bund hält derzeit 32 Prozent der T-Aktien, will aber größere Pakete verkaufen. Zweitgrößter Aktionär ist die US-amerikanische »Heuschrecke« Blackstone mit 4,5 Prozent. Blackstone will nach Medienberichten seinen Anteil auf rund zehn Prozent aufstocken.
Wie zuvor bei der Blackstone-Beteiligung in Dänemark soll jetzt die Dividende bei der Deutschen Telekom vor allem auf Kosten der Beschäftigten nach oben getrieben werden. Zukunft und soziale Sicherheit der Telekom-Beschäftigten und ihrer Familien interessiert das Management und die aus CDU und SPD bestehende Bundesregierung nicht und wird, wie immer in solchen Fällen, mit den Füßen getreten.

 


 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


Wenn am 23.05.2007 in Mainz von Rednern unter dem tosenden Beifall von über 1800 Demonstranten der eigene Unternehmens-Vorstand als "Lügner und Verbrecher" bezeichnet wird zeigt dies, wie groß die Wut gegenüber der Konzern-Leitung ist.

Ebenso wie die rheinland-pfälzischen Landesverbände von WASG und Linkspartei bekundet auch der WASG-Kreisverband Birkenfeld seine Solidarität mit den um ihre Arbeitspätze kämpfenden Telekom-Mitarbeitern.

Die Telekom-Mitarbeiter aus Idar-Oberstein, mit denen ich gesprochen habe, sind alle hochmotiviert in diesem Arbeitskampf. Es geht nicht nur um wesentlich schlechtere Arbeitsbedingungen bei hohen Einkommensverlusten. Was in der Öffentlichkeit vielleicht nicht so bekannt ist: Die Telekom will sich weiter aus der Fläche zurück ziehen. Stützpunkte unter 500 Beschäftigten sollen dicht gemacht werden. Wer, wie z.B. Behinderte, Alleinerziehende, oder Mitarbeiter, die Kinder oder Angehörige betreuen müssen, die wesentlich längeren Strecken zur neuen Arbeitsstelle nicht fahren kann, muss dann von sich aus kündigen! Diese perfide Strategie wird offensichtlich von den politisch Verantwortlichen in CDU und SPD mitgetragen. Was das nicht nur für individuelle Lebensplanungen, sonder auch für den regionalen Arbeitsmarkt und die jetzigen Arbeitslosen bedeutet, sollte jedem klar sein".

RAB (WASG-KV Birkenfeld)

 

Nachtrag:
Evtl sind auch diese Beiträge interessant.

Ausführlicher Bericht von der Demo

Zu unserer Demo-Bildergalerie:
Telekom-Demo in Mainz

Zur Solidaritätserklärung von
Alexander Ulrich, MDB DIE LINKE:
"Wir stehen bei euch"

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Aktualisiert: 05.06.2007
© RAB 2006