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Presse-Informationen
SPD-Mitglied diffamiert rheinland-pfälzische Gewerkschafter
Leserbrief vom 27.10.2007
Zum Leserbrief "Heuchlerisches Auftreten"
vom 25.10.07 in der Nahe-Zeitung.
Tanja Krauths Aussage, dass das Thema Rechtsextremismus von DER LINKEN
in Rheinland-Pfalz sehr ernst genommen werde nahm der Birkenfelder SPD-Funktionär
H.Müller zum Anlass in seinem Leserbrief u.a. zu schreiben:"
Es ist lobenswert, dass sich Vereine, politische Gruppen ,.... im Kreis
Birkenfeld gegen Rechtsextremismus engagieren.... Völlig inakzeptabel
und heuchlerisch ist allerdings das Auftreten der Partei "Die Linke",
die als ehemalige DDR-Staatspartei eine höchst zweifelhafte Vergangenheit..."
Holger Müller, SPD-Funktionär, schreibt am 25.10.07 in der Nahe-Zeitung
in einem Leserbrief über "heuchlerisches Auftreten" der
rheinland-pfälzischen LINKEN im "Kampf gegen Rechts".
Kampf gegen Rechts "heuchlerisch
und inakzeptabel"?
Sachlichkeit ist eine der Grundvoraussetzungen
der demokratischen Auseinandersetzung - was aber die Staatsverbrechen
in der DDR mit der Glaubwürdigkeit der rheinland-pfälzischen
LINKEN beim "Kampf gegen Rechts" zu tun haben, entzieht sich
meinem Verständnis. Wir werden jedenfalls als demokratische Birkenfelder
LINKE nicht zusehen, wie rechtsradikale Menschenhasser ein weiteres Mal
in unserem Land die Macht übernehmen - und wir tun dies im Zweifel
auch für Herrn Müller.
Herrn Müller sei folgendes gesagt:
1) Die SED hatte zuletzt etwa 2,3 Millionen Mitglieder.
2) 2007 zählte die Linkspartei 60.000 Mitglieder, davon war weniger
als die Hälfte, nämlich ca. 27.000, vorher in der SED.
3) Nach der Vereinigung mit der WASG hat DIE LINKE ca. 70000 Mitglieder
4) Viele heute aktive Mitglieder der LINKEN waren zur Zeit des Mauerfalles
noch Kinder und Jugendliche.
Schon die ehemalige PDS hat als einzige
ostdeutsche Partei ihre DDR-Vergangenheit offen thematisiert und sich
gerade deswegen zu einer strikt demokratischen und deshalb auch antifaschistischen
Partei entwickelt. Das heißt, dass wir LINKEN jede Form des Totalitarismus
- auch und gerade den der DDR - ablehnen. Die ostdeutschen Landesverbände
von CDU und SPD, die ehemaligen SED-hörigen Blockparteien, waren
da großzügiger: Für die SPD konnte Manfred Stolpe Ministerpräsident
und sogar Bundesverkehrsminister werden - obwohl seine Stasi-Kontakte
bis heute für Schlagzeilen sorgen.
Tatsache ist: die rheinland-pfälzischen Mitglieder der LINKEN
sind westdeutsche Gewerkschafter, Menschen, die nicht der SED angehörten,
ehemalige SPD-Mitglieder, die die SPD wegen ihrer unsozialen Politik verlassen
haben!
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Das alles aber hat mit dem notwendigen Kampf gegen Rechts überhaupt
nichts zu tun: Tanja Krauth hat als Stellvertretende Landesvorsitzende
der LINKEN in Rheinland-Pfalz völlig zurecht auf die Notwendigkeit
des Aufstands der Demokraten hingewiesen - diesen erfolgreichen Kampf
aller demokratischen Parteien im Kreis Birkenfeld, von der DKP über
die LINKEN bis in die CDU hinein, kann auch SPD-Parteifunktionär
Müller nicht schlechtreden. Wir fühlen uns als LINKE mit
denen verbunden, die den Widerstand gegen den Nationalsozialismus mit
Verfolgung, Emigration, Folter und Ermordung bezahlen mussten. Herrn Müller
ist sicher bekannt, dass gerade Gewerkschaftsmitglieder und Linke unter
dem Nazi-Terror besonders zu leiden hatten.
Als Mitglied der Kreis-SPD diffamiert er den "Kampf
gegen Rechts" rheinland-pfälzischer Gewerkschafter, ehemaliger
und aktueller SPD-Mitglieder, von Menschen, deren Angehörige
von den Nazis ermordet wurden, als "heuchlerisch und inakzeptabel"!
Offenbar befürchtet die SPD, DIE LINKE könnte ihr im Kreis Birkenfeld
den Rang ablaufen. Solch selbstbezogenes Parteiinteresse wird vor allem
die NPD freuen - die Einwohner im Kreis Birkenfeld weniger.
Rainer Böß, Schwollen
Stellvertretender Vorsitzender
DIE LINKE. Kreisverband Birkenfeld
Nachtrag:Ich weise auch gerne darauf
hin, dass kein Mitglied der LINKEN aus dem Kreis Birkenfeld, sehr wohl
aber die amtierende Bundeskanzlerin von der CDU ein Pionierhemd getragen
hat. Mehr noch: Angela Merkel war sogar "Sekretärin für
Agitation und Propaganda" der FDJ.
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