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Presse-Informationen

Realschule+ ist Mogelpackung

01.03.2008

LINKE fordert längeres gemeinsames Lernen in der Gemeinschaftsschule.

Bereits am 17.01.2008 hatte der Kreisverband DIE LINKE. Birkenfeld in Idar-Oberstein eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Familien- und Bildungspolitik durchgeführt.

Kindergärten sind für viele Kinder die Tore in die Gesellschaft und können aus Sicht der LINKEN dazu beitragen, soziale Ungleichheit auszugleichen.
DIE LINKE fordert deshalb für jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung gesetzlich zu verankern. Ein an dem Abend anwesender Dipolm-Pädagoge hob hervor, dass Kleinkinder (bis 18 Monate und auch darüber) unbedingt eine jederzeit ansprechbare Bezugsperson haben müssten. Deshalb unterstütze er die Forderung des Kreisverbandes der LINKEN, dass bei einer so frühen Betreuung, um den Bedürfnissen eines Kleinkindes gerecht zu werden, das Kindergartenpersonal erheblich aufgestockt und auch entsprechend qualifiziert werden müsse.

Auch das Projekt Realschule+ wurde angesprochen.
Die von der SPD-Landesregierung geplante Überführung der Hauptschulen und der Realschulen in die sogenannte Realschule+ wird nicht nur von der LINKEN kritisiert. Ein Diskussions-teilnehmer wusste zu berichten, dass auch der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes befürchtet: "Im Endeffekt werden die Verlierer die bisherigen Hauptschüler, aber auch die bisherigen Realschüler sein".
Weil sich unter dem Dach der Realschule+ die Regionalen Schulen einerseits sowie zusammengelegte Real- und Hauptschulen andererseits finden, die nach einer gemeinsamen Orientierungsstufe doch wieder getrennte Wege zum Abschluss nach Klasse Neun oder Zehn anbieten spricht die LINKE von einer Mogelpackung.
Das von der LINKEN geforderte gemeinsame Lernen gibt es dabei nur in Ansätzen.
Internationale Schulstudien bestätigten aber, so die LINKE, dass das gemeinsame Lernen, wie es in vielen anderen europäischen Staaten üblich ist, erfolgreicher sei als das dreigliedrige deutsche Schulsystem mit seiner frühen Auslese.

Durch die innerhalb eines Gebäudekomplexes immer noch getrennt vorhandenen Real-und Hauptschulzweige beim Projekt Realschule+ geht der Kreisverband davon aus , dass einige der Schulen im Kreis geschlossen werden müssen, weil sie den Anforderungen nicht mehr genügen. Es sei anzunehmen, dass auch dadurch der Bus-Transfer und die Fahrzeiten deutlich zunehmen werden.


 

 

 

 


 

Rainer Böß, der stellvertretende Kreisvorsitzende:" Anstatt entschlossen auf die in allen Studien erfolgreiche Gemeinschaftsschule zu setzten führt die Landesregierung mit der Realschule+ ein unnötiges Experiment durch, das auf dem Rücken der Kinder und ihrer Eltern ausgetragen wird! Auf diese kommen erhebliche Belastungen zu. Die im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung und dem Schulentwicklungsplan von Landrat Redmer in der Nahe-Zeitung aufgestellte Vermutung, dass möglicherweise auch Eltern aus Dienstweiler ihr Kind in Herrstein zur Schule schicken müssten, lässt leider das Schlimmste befürchten. "

Die Kreisvorsitzende Tanja Krauth verdeutlichte das Konzept der LINKEN und forderte die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems zu Gunsten einer integrierten Gemeinschaftsschule, weil hier in relativer Wohnortnähe das gemeinsame Lernen im Vordergrund stehen könne. Die neue Gemeinschaftsschule umfasse die Primarstufe (1-4) und die Sekundarstufe I (5-10). Mindestens bis zum Abschluss der Klasse 8 sollen alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam unterrichtet werden. Die Gemeinschaftsschule ermöglicht alle schulischen Abschlüsse. Die Klassen 11-12 oder 13 bilden die Sekundarstufe II. Der Übergang in einen Bildungsweg, der zur Hochschulreife (Abitur) führt (Gymnasiale Oberstufe oder Oberstufenzentrum), soll frühestens nach erfolgreichem Abschluss der Klasse 8 erfolgen. In den meisten europäischen Ländern erfolgt dieser Übergang nach Klassenstufe 9. Auch diese Möglichkeit kann in Erwägung gezogen werden. Aber auch nach dem erfolgreichen Abschluss der 10. Klasse soll ein Übergang zur gymnasialen Bildung ohne Umwege möglich sein.

Weitere von den LINKEN im Kreis Birkenfeld an diesem Abend vorgetragenen Forderungen waren der in jeder Schulstufe kostenlose Schulweg und eine völlige Lernmittelfreiheit. Außerdem sollten Schulausflüge für Kinder von Hartz-IV-Empfänger kostenfrei sein.


rab (DIE LINKE. KV Birkenfeld)

Internet-Link:
Die Position der Bundespartei DIE LINKE. zum Thema
Längers gemeinsames Lernen in der Gemeinschaftsschule

 

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Aktualisiert: 02.03.2008
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