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Presse-Informationen

Zahlenakrobatik bei
Arbeitsmarkt-Statistiken

Leserbrief vom 08.03.2008

Leserbrief (an Wochenspiegel und überregionale Zeitungen) zu den Medienberichten über eine angeblich positive Entwicklung am Arbeitsmarkt



Zahlenakrobatik bei Arbeitsmarkt-Statistiken

Politiker der Großen Koalition reden fortwährend vom Aufschwung - und reklamieren diesen als Erfolg ihrer Arbeitsmarktreformen. Die Arbeitsagentur wertet schon als Erfolg, dass die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 42000 gesunken sei. Weshalb also spüren Arbeitslose kaum etwas von den positiven Auswirkungen dieser Erfolgsmeldungen?

Ein Grund dafür könnte sein, dass die Arbeitsagentur, wie seit vielen Jahren leider üblich, ihre Statistiken mal wieder, um es vorsichtig auszudrücken, "geschönt" hat.
Die Zahlenakrobatik der Agentur-Statistik wird von dieser auch zum Teil eingeräumt: 100000 bis 120000 Bauarbeiter, die das neue Saisonkurzarbeitergeld erhalten, werden ebensowenig gezählt wie 100000 Menschen, die sich keineswegs freiwillig vom sogenannten »Arbeitsmarkt« verabschiedet haben. Alle »Neuberechnungen« und »Korrekturen« ergeben eine Millionenziffer, die nicht in der offiziellen Statistik auftaucht.

 

 

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Ungeachtet der vernichtenden Studie zu den Wirkungseffekten von Ein-Euro-Jobs des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) wird in vielen Kommunen und bei anderen gemeinützigen Trägern das Angebot von 1-Euro-Jobs zur Zeit massiv ausgeweitet. Alle 1-Euro-Jober, wie auch die Arbeitslosen in Trainings- und Eignungsfeststellungsmaßnahmen, fallen natürlich aus der Statistik heraus.
Bezeichnend ist die in der Wirtschafts-Woche NR. 005 vom 28.01.2008 auf Seite 043 aufgeworfene Frage: " Warum eigentlich... ...ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland viel höher als von der offiziellen Statistik ausgewiesen?"

Weil immer weniger Bürger in Deutschland an eine Zukunft und "getürkte Erfolgs-meldungen" glauben, verlassen etwa 150000 zumeist hoch qualifizierte Menschen jedes Jahr das Land.
Sieht so der Aufschwung aus?

 

Rainer Böß
Mitglied im Landesparteirat
DIE LINKE. Rheinland-Pfalz,
stellv. Vorsitzender
DIE LINKE. Kreisverband Birkenfeld

 


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Aktualisiert: 08.03.2008
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