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Für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit |
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Presse-InformationenSozial schwachLeserbrief vom 10.08.08 Sozial schwach Der Fall des dreijährigen Jungen aus Idar-Oberstein, den ein katholischer Kindergarten vom Mittagsessen ausschließt weil seine Eltern, die von Hartz IV leben müssen, das Essensgeld nicht mehr bezahlen können, ist erschütternd und leider keineswegs ein Einzelfall. Ursache sind die völlig unzureichenden Regelsätze bei Hartz IV. Das von CDU und SPD eingeführte Hartz-IV-System
zwingt Menschen in Armut und zum Resteessen an den Tafeln, grenzt sie
aus und treibt viele an den Rand der Verzweiflung. Es lädt
geradezu ein, Menschen zu Objekten der Willkür zu machen. Nicht nur die Partei DIE LINKE, sondern auch die Sozialverbände, wie z. b. vor wenigen Monaten der VDK mit seiner Demonstation in Mainz und der anschließenden Übergabe von 40000 Unterschriften an Ministerpräsident Beck, fordern angesichts rapide steigender Armut und Kinderarmut in Deutschland, dass die viel zu niedrigen Regelsätze bei Hartz IV und der Sozialhilfe auf 420 Euro steigen müssen. Für DIE LINKE ist dies allerdings nur ein Schritt in die richtige Richtung. DIE LINKE bleibt dabei: HARTZ IV muss weg! Während die Partei DIE LINKE aus gutem Grund die Abschaffung von Hartz IV fordert, lässt dies SPD und CDU (von möglichen Krokodilstränen einmal abgesehen - im Wahlkampf in Bayern fordert sogar CSU-Beckstein höhere Regelsätze für Kinder) völlig kalt. Vor wenigen Wochen erst pries in der Nahe-Zeitung das Idar-Obersteiner Juso-Mitglied Mathias Schorn Hartz IV als "sozial ausgewogene Lösung"!
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In den Medien sollten Hartz-IV-Opfer, nur weil sie arm sind, nicht als "sozial schwach" stigmatisiert werden. Sozial schwach sind vielmehr die Menschen und politischen Entscheidungsträger, die in einem der reichsten Länder der Welt ein solch menschenverachtendes System eingeführt und immer weiter verschärft haben. Dass die Kreisverwaltung Birkenfeld in vergleichbaren
Fällen mit den betroffenen Eltern Lösungen sucht, ist auf den
ersten Blick positiv zu bewerten. Allerdings muss man sich fragen, ob
bei Leuten, die Monat für Monat einfach zu wenig Geld zum Überleben
haben,das Angebot der Kreisverwaltung auf Ratenzahlungen wirklich realistisch
ist. Auch mit dem Begriff "Vollstreckung" verbindet man nicht
unbedingt Hilfe für die betroffenen Kinder und ihre Eltern. Eine
umfassendere öffentliche Information, gerne auch in einer der nächsten
Kreistags-Sitzungen, wäre hier sicher hilfreich! All denen, die ernsthaft dazu bereit sind
etwas tiefer in die Thematik der gerade bei (Schul-)Kindern viel zu niedrigen
ALG-II-Sätze einzusteigen, lege ich diese Internetseite ans Herz:
Rainer Böß, Schwollen
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| Aktualisiert: 26.08.2008 |
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