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Presse-Informationen

Forscher von DDR-Fans beschimpft

Leserbrief an Professor Klaus Schroeder zum Beitrag in Bild-Online -" DDR-Bild der Ostdeutschen. Weil er die Wahrheit herausfand! Forscher von DDR-Fans beschimpft"


Forscher von DDR-Fans beschimpft

Sehr geehrter Herr Professor,

leider kenne ich ihre Publikationen nicht. Ich bin Erzieher und Krankenpfleger, ich bin an politischen Analysen zum Zustand unserer Republik sehr interessiert und bin über den Artikel in der heutigen Ausgabe der Bildzeitung auf ihre Person aufmerksam geworden.

Ich kann zwar zu den Ergebnissen ihrer Studien insoweit wenig aussagen. Dennoch lese ich zwischen den Zeilen heraus wie sie das politische System der DDR sehr kritisch beleuchten. Durch die Maßnahmen von Hartz IV habe ich auch keine großen Möglichkeiten mich weiter zu bilden und politische Publikationen zu erwerben. Ihre Kritik über die Kenntnisse unserer Jugend im gesellschaftlichen System der DDR finde ich auch prinzipiell in Ordnung. Ich will sie auch nicht in der Art und Weise kritisieren ( aus Unkenntnis über die eigentlichen Ergebnisse ihrer Arbeitsstudie ) wie es der nachfolgende Schreiber getan hat.

Ein anderer schreibt: "Kritiker der diktatorischen Verhältnisse in der DDR sind ,gottverdammte arrogante Besserwisser-Wessis', die nur von den Schweinereien in der alten Bundesrepublik und dem vereinten Deutschland ablenken wollen. So würde behauptet, die DDR sei verantwortlich für den Mauerbau, tatsächlich sei dieser aber eine Folge des Konfrontationskurses der Nato und der Aggressionspläne der Bundesregierung unter dem katholischen Christen Adenauer gewesen. Die Ostdeutschen seien nach dem Ende der DDR ,in der modernen Sklaverei angekommen'".

Was jedoch auch eine Tatsache ist, das dieser Ausschnitt einige Wahrheiten enthält die meiner Meinung nach von ihnen unterbewertet werden.

Als in der BRD sozialisierter Mensch teile ich in vielen Dingen die Meinung junger Menschen, deren politische Urteile und die pauschale Unkritik an der DDR. "Wir" ( als Gemeinschaft der alten Bundesländer ) haben in der Aufarbeitung unserer Westentwicklung auch viele Fehler gemacht und stellen die Entwicklung unserer Republik falsch dar. In der Tat haben wir durch die Einflüsse des kalten Krieges ein Geschichtsbild im Kopf das durch genaue und neutrale Analyse so nicht weiterbestehen sollte.

 

 

 




 

 

 


"Wir" haben einflußreiche Größen der Nazis in unserer Gründungsgeschichte ( von Kissinger, Filbinger ect. und andere Funktionsträger des Dritten Reiches ) deren Einfluß auf die Meinungsbildung unseres "Volkes" nicht richtig dargestellt wird. Wir sind tatsächlich politisch nach rechts gedriftet und unser Staat wird zunehmend unsozialer, ungerechter und Arbeitnehmer unfreundlicher und in unserer Außenpolitik immer agressiver und militärisch dominanter und kriegswilliger ( z.B. Darstellung der georgischen Agression gegen autonome Staaten u.a. ) wir unterstützen die Aufrüstungspolitik der von USA dominierten Nato und im Rahmen der sog. "allgegenwärtigen" Terrorgefahr. Es schufen die letzen deutschen Regierungen viele unserer freiheitlichen Rechte ab oder bauten sie massiv ab. Wir sind ein Überwachungsstaat geworden. Wir sind in einem modernen Sklavenstaat angekommen. Nur wagt es aus Angst vor Sanktionen kaum einer auszusprechen. Wir haben die "alten Juden" einfach gegen die "Muslime der Al Quaida" ausgetauscht. Kritik an den heutigen Verhältnissen wird gleichgesetzt mit kommunister Agitation und linke Sozialdemokraten werden von Herrn Wulff mit NPD oder DVU-Leuten gleichgesetzt, die Linke ( größtenteils ehemalige Sozialdemokraten) werden vom Verfassungsschutz ( dem zur Überstasi gleich "Stasu" mutierten ... ) observiert und als Staatsfeinde klassifiziert.

Nun ja ... sie brauchen vor solchen Worten nicht erschreckt und überrascht zu sein, hier kommt die politische Realität zum Ausdruck. Das sie das anders sehen, mag so sein. Das ist eben die Freiheit der Gedanken. Meine Sicht der Dinge ist, das die "negativen Schreiben" die die Bildzeitung reklamiert teilweise zu Recht geschrieben werden.

Sollten sie die Möglichkeit und die Mittel haben mir ihre Sicht der Dinge verständlich zu machen wäre ich über die Zusendung von entsprechenden Publikationen von ihnen erfreut. Ich kann mir kostenpflichtige Fachzeitschriften ect. als 55jähriger Erzieher und Krankenpfleger, Hartz IVer und schwer vermittelbarem Langzeitarbeitslosen schon lange nicht mehr leisten. Sie verstehen ?
"Bildung ist einkommensabhängig in unserer heutigen Republik"

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Bohnsack, Idar-Oberstein

Der Leserbrief bezieht sich auf diesen Artikel bei Bild-Online:
Forscher von DDR-Fans beschimpft

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Aktualisiert: 12.09.2008
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