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Presse-Informationen

Hungerlöhne

Leserbrief vom 01.12.08 zum Artikel im Idar-Obersteiner Wochenspiegel vom 26. November "Ich gehöre zum Inventar - 40 Stunden schuften für Hungerlohn - Arbeitgeber dementiert".


Statt Hungerlöhne -
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

 

Über die konkrete Situation von Frau Topp kann ich mir auf Grund des Artikels im Wochenspiegel kein Urteil erlauben.
Tatsache ist aber, dass eine ständig wachsende Zahl von Menschen in Deutschland gezwungen ist für 3 - 4 Euro pro Stunde, also für Löhne, von denen man nicht leben kann, zu arbeiten. Politisch ist aus meiner Sicht die jetzige "Große Koalition" und auch die Vorgängerregierung aus SPD und GRÜNEN, mit ihren Gesetzen zur sogenannten Arbeitsmarktreform und weiteren Gesetzen, welche die enorme Ausweitung der Leiharbeit und des Niedriglohnsektors erst ermöglicht haben, maßgeblich für die gegenwärtig in Deutschland gezahlten Hungerlöhne verantwortlich.

Ausgehend vom aktuellen Fall ein paar allgemeine Anmerkungen.

Der Arbeitgeber von Frau Topp, die Zeitarbeitsfirma GONDER ist nach eigenen Angaben Mitglied des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. Demnach könnte der zwischen dem DZI und dem DGB vereinbarte Entgelttarifvertrag, der gewiss verbesserungsfähig, aber immer noch viel besser als gar keine Regelung ist, zur Anwendung kommen. In der untersten Tarifgruppe M gilt seit dem 1.November 2008 ohne Zulagen ein Stundensatz von 7,31 €. Nicht nur Frau Topp, sondern alle Zeitarbeiter sind gut beraten, falls noch nicht geschehen, einerseits auf detaillierten Gehaltsabrechnungen mit Angabe der geleisteten Arbeitsstunden zu bestehen (eigentlich eine Selbstverständlichkeit bei seriösen Firmen) und andererseits in die Gewerkschaft einzutreten.

 

 

 

 




 





 


Damit haben sie gute Chancen, dass ihre berechtigten Interessen vom DGB vor Ort (hier in Idar-Oberstein) vertreten , und falls erforderlich auch vor dem Arbeitsgericht mit kompetenten Beiständen durchgesetzt werden können.

Aus Sicht der LINKEN muss es für gleiche Arbeit gleichen Lohn geben (dies gilt sowohl für den Bereich Zeitarbeit als auch für die Entlohnung von Frauen und Männern)! Ebenfalls fordern wir gesetzliche flächendeckende Mindestlöhne, die deutlich über dem Einstiegs-Stundenlohn der Zeitarbeits-branche liegen müssen! Ein gesetzlicher Mindestlohn ist gerade in einem ausgewiesenen Niedriglohngebiet, wie dies der Kreis Birkenfeld und die Stadt Idar-Oberstein ist, dringend geboten und hätte auch eine Schutzfunktion für alle abhängig Beschäftigten. Deshalb bedauere ich sehr, dass neben der CDU auch fast alle SPD-Bundestagsabgeordneten, darunter auch Fritz-Rudolf Körper, am 14.06.2007 im Bundestag gegen den Antrag der LINKEN zur Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen gestimmt haben.

Rainer Böß, Schwollen
Mitglied im Kreisverband
DIE LINKE. Birkenfeld

Anmerkung RaB:
Tarifvertrag der Zeitarbeitsbranche:
iGZ-Tarifvertrag-neu.pdf

 

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Aktualisiert: 08.12.2008
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