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Presse-Informationen
SPD-Landtagsabgeordneter auf Stimmenfang bei Hartz-IV-Opfern
Der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete
Hans Jürgen Noss aus dem Kreis Birkenfeld bezeichnet in einer Presse-Info
vom 27.02.09 in der Nahe-Zeitung die Regelung, dass Hartz-IV-Empfängern
die Umweltprämie von 2500 Euro, die Käufer von Neuwagen bei
der Verschrottung ihres Altautos erhalten, als Einkommen angerechnet wird
als absolut inakzeptabel. Noss gibt an, er habe sich in dieser Sache an
die rheinland-pfälzische Sozialministerin gewandt.
Leserbrief vom 01.03.2009
Noss geht auf Stimmenfang bei Hartz-IV-Opfern
Auch wenn es kaum Hartz-IV-Opfer geben dürfte,
die, nachdem sie von der SPD in die Armut getrieben wurden, sich
einen Neuwagen leisten können war es gut, dass die LINKE im Bundestag
auf die menschenverachtende Diskrimierung von Hartz-IV-Opfern durch
Ausschluss von der Abwrackprämien-Regelung aufmerksam machte. Der
Rest der von SPD und CDU eingeführten Hartz-IV-Gesetzgebung ist
genau so unsozial, erzeugt "Armut per Gesetz" und gehört
schleunigst abgeschafft.
Spätestens wenn SPD-Politiker wie der
rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Noss vorgeblich ihr Herz
für Hartz-IV-Opfer entdecken, muss jedem klar sein, dass der Wahlkampf
begonnen hat und die SPD auf plump-dreiste, in diesem Fall kann man fast
schon sagen skrupellose Art auf Stimmenfang geht. Von Herr Noss sind keine
Äußerungen bekannt, dass er sich in den letzten Jahren öffentlich
kritisch über das Gesetz ausgelassen oder Verbesserungen für
die Opfer von Hartz IV gefordert hat.
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Unter dem Druck der Öffentlichkeit will das Bundesarbeitsministerium
nun angeblich prüfen, ob auch Hartz IV Bezieher/innen einen Anspruch
auf die Abwrackprämie haben. Wie lange diese Prüfung andauern
soll wurde nicht bekannt. Tatsache ist, dass unter der Führung der
SPD in der Schröder-Ära Hartz-IV als Bundesgesetz beschlossen
wurde und deshalb auch nur auf Bundesebene geändert werden kann.
Wenn der Landtagsabgeordnete Noss angibt, er habe sich in dieser Sache
an die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer gewandt
zeugt dies entweder von absoluter Unkenntnis der Sachlage oder grobem
Populismus. Dass er sich wirklich ernsthaft mit dem Thema befasst hat
ist nicht erkennbar. Anstatt "Sonntagsreden" für den Wahlkampf
erwarten wir von der SPD Taten!
In ihrem Kommunalwahlprogramm fordert
DIE LINKE neben der Einführung eines Sozialpasses weitere Erleichterungen
für Hartz-IV-Opfer und Geringverdiener, die sich auch auf Kreisebene
schnell umsetzen lassen. Nach der Wahl wird sich konkret zeigen, ob
die SPD im Kreis dies unterstützt oder ob es bei den inhaltsleeren
Floskeln des SPD-Kreisvorsitzenden und Landtags-abgeordneten Noss bleibt.
Tanja Krauth, Birkenfeld
Rainer Böß, Schwollen
Mitglieder im Kreisverband
Die Linke Birkenfeld
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