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Presse-Informationen
Denn sie wissen nicht was sie tun
16.07.2009
Tanja Krauth: "Kein Werben fürs
Sterben - gegen die Verherrlichung von Militär und Krieg"
"Sie wissen nicht was sie tun und für
welche Zwecke sie missbraucht werden sollen" meinte Tanja Krauth,
die Kreisvorsitzende und Direktkandidatin der LINKEN für die Bundestagswahl
2009 im Hinblick auf die Soldatinnen und Soldaten, die am öffentlichen
Gelöbnis und dem sogenannten "Bürgerfest" teilgenommen
hatten, für dessen Gelingen, wie Krauth kritisierte, mitten in
Idar-Oberstein Militärpolizisten mit Waffen sorgen mussten!
Nach dem offiziellen Beginn des "Bürgerfestes"
am späten Dienstag-nachmittag verteilte Krauth zusammen mit Rainer
Böß, dem stellvertretenden Vorsitzenden der LINKEN im Kreis
Birkenfeld im oberen Teil der Obersteiner Fußgänger-zone, aber
noch außerhalb des "militärisch besetzten" Platzes
auf der Idar, innerhalb kurzer Zeit über hundert Flyer, in denen
der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan gefordert wurde.
Krauth: "Während in Afghanistan
deutsche Soldaten für die Interessen von Drogenbaronen und eines
korrupten Regimes, das gerade per Gesetz die Vergewaltigung von Frauen
in der Ehe legalisiert hat, verheizt und getötet werden, aber auch
durch die Hand deutscher Soldaten unschuldige Zivilisten umgebracht werden,
versuchen in Idar-Oberstein Militärs mit Hilfe von willigen Kommunalpolitikern
Jugendliche zu ködern und fürs Sterben zu werben. Das ist
makaber!"
Auch nach dem Ende der Verteilaktion unterhielt
sich die Bundestags-Direktkandidatin der LINKEN sowohl mit Soldaten als
auch Idar-Obersteiner Bürgern. Vor allem bei einigen älteren
Idar-Obersteinern erweckte die Propaganda-Veranstaltung durchaus ungute
"Erinnerungen an die Aufmärsche der Wehrmacht." Krauth
wies darauf hin, dass die Bundesregierung plane auch die Bundeswehr im
Inneren einzusetzen. In Zukunft könnten die Soldaten dann bei
"sozialen Unruhen", z.B. bei Demonstrationen gegen weitere Kürzungen
im Sozialbereich, aber auch bei Streiks gegen die eigene Bevölkerung
eingesetzt werden!
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Krauth weiter:" Die Bundeswehr hat
ein Nachwuchsproblem. Um den Bedarf an Soldaten decken zu können
und die Öffentlichkeit auf das Militär im Alltag positiv zu
stimmen, führt die Bundeswehr seit einigen Jahren eine verstärkte
PR-Arbeit durch. So werden jedes Jahr zehntausende Werbeveranstaltungen
in Schulen, Arbeitsämtern und im öffentlichen Raum durchgeführt,
wobei militärische Handlungen sprachlich als "Friedensmissionen"
und/oder "Humanitäre Intervention" umgedeutet werden. Doch
Krieg bedeutet weiterhin Vertreibung, Mord, Hunger und Ausgrenzung,
daran werden auch sprachliche Umdeutungen nichts ändern. Diese
Werbever-anstaltungen werden flankiert von der Durchdringung des öffentlichen
Raumes, beispielsweise wie in Idar-Oberstein durch ein öffentliches
Gelöbnis und dem Auftritt einer Pop-und Party-Band bei einem als
"Bürgerfest" getarnten Militärspektakel, das der
Verherrlichung von Militär und Krieg dient."
DIE LINKE fordert: Keine öffentliche
Machtdemonstrationen des Militärs. Krieg und Gewalt sind keine
Lösung für Konflikte.
Die Militärpatenschaft der Stadt Idar-Oberstein ist unverzüglich
aufzukündigen. Der Truppenübungsplatz bei Baumholder
ist zurückzugeben und einer zivilen Nutzung zuzuführen.
Je mehr die Militärpräsenz zurückgedrängt wird desto
erfolgreicher kann sich der Kreis Birkenfeld auf touristischem Gebiet
entwickeln und dort für die Schaffung von zukunftssicheren und gesellschaftlich
akzeptierten Arbeitsplätzen sorgen.
Krauth:" Die in der Fußgängerzone
gehörten kritischen Stimmen und auch die für mich
überraschende und fantasievolle Protestaktion der als Clowns verkleideten
Jugendlichen lassen hoffen, dass die Idar-Obersteiner es nicht länger
schweigend hinnehmen wenn der öffentliche Raum in ihrer Stadt von
Militärs und Kriegswerbern besetzt wird. Ich gehe davon aus,
dass bei einem erneuten Militärspektakel friedlicher und legaler
Protest noch weit stärker und deutlicher wahrnehmbar sein wird."
rab (KV DIE LINKE. Birkenfeld)
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