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Presse-Informationen
LINKE lehnt Schuldenhaushalt ab
23.12.2009
Bundespolitik ist für kommunalen Schuldenhaushalt
verantwortlich
Die Fraktion DIE LINKE im Kreis
Birkenfeld nahm am 03. Dezember 2009 erstmals im Kreistag an der Haushaltsdebatte
teil .
Dem Haushaltsentwurf 2010 konnte DIE LINKE nicht zustimmen, weil
dieser ein weiterer Schritt zum vermögenslosen Schuldenhaushalt
wäre. Im Jahr 2010 steigen die Schulden des Kreises Birkenfeld
auf 13 Millionen Euro, allein 4 Millionen müssen für Zinsen
ausgegeben werden. Laut den Prognosen der Kreisverwaltung wird 2013
der Gesamtbetrag der dann aufgelaufenen Kredite zur Liquiditätssicherung
die jährliche Ausgabenlast des Kreises übertreffen.
Die Haushaltsredner nannten fraktionsübergreifend
als Haupt-Ursache für die enormen Schulden des Kreises die immer
weiter fortschreitende Aufgaben-übertragung von Bund und Land an
die Kommunen, ohne dass diese mit entsprechenden Finanzmitteln ausgestattet
würden.
Tanja Krauth, die Fraktionssprecherin
der LINKEN, forderte dann auch in ihrer Haushaltsrede, dass
sich die Kommunalpolitiker von SPD, CDU und FDP bei Ihren Abgeordneten
in Mainz und Berlin für eine Neuaufteilung des Steueraufkommens und
ein Entschuldungsprogramm für alle öffentlichen Haushalte einsetzen
sollten. Die Politiker dieser Parteien wären schließlich
dafür verantwortlich, dass bei der gegenwärtigen
Verteilung des Steueraufkommens zwischen Bund, Ländern und Kreisen/Kommunen
alle kommunalen Anstrengungen der Haushaltskonsolidierung zum Scheitern
verurteilt seien.
Krauth: Ihre Parteifreundinnen und Freunde von SPD-FDP-CDU-GRÜNE,
die so genannten etablierten Parteien haben fortwährend
Gesetze beschlossen und Haushalte verabschiedet, die letztlich nur ein
Ziel hatten: Die Reichen im Land, das Großkapital noch reicher zu
machen!
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Entlastungen gibt es regelmäßig bei den Vielverdienern, den
Gürtel enger schnallen soll dagegen die breite Masse, deren soziale
Leistungsansprüche immer weiter zusammen gestrichen wird. Gewinne
werden heutzutage privatisiert z. B. durch niedrige Steuern
Verluste im großen Stil sozialisiert, sprich: auf die Allgemeinheit
umgelegt.
Die Folge dieser Steuer-, Finanz- und Sozialpolitik
ist nach Meinung der LINKEN ein Auseinanderklaffen der Gesellschaft
und auch im Haushaltsentwurf abzulesen: Bei Altersarmut und Erwerbsunfähigkeit
steigen im Kreis entsprechend der Fallzahlen die Kosten um 150.000 Euro,
auch bei Hartz IV rechnet der Kreis mit einem weiteren Anstieg um 100
so genannter Bedarfsgemeinschaften, was einen Mehraufwand
von 400.000 Euro bedeutet. Dahinter verbergen sich schon heute über
3.200 Betroffenen-Gemeinschaften.
Krauth: Es gab in Deutschland bis
1997 eine Vermögenssteuer, seither wird diese aber nicht mehr erhoben.
Wir hatten in den 70er Jahren einen Spitzensteuersatz von 56 %, dieser
wurde auf bis zu 42 % gesenkt. Kapitalgesellschaften wurden früher
mit 40 % Körperschaftssteuer belegt. Auch diese Steuer wurde zuletzt
mit dem Jahressteuergesetz 2008 auf nur noch 15 % gesenkt. Die heutige
Armut in Deutschland und leere öffentliche Kassen sind also nicht
nur das Produkt von Globalisierung, sondern von hausgemachter
Neo-Liberalisierung durch Umstrukturierung fast aller Lebensbereiche.
Wir müssen, so die Fraktionssprecherin der LINKEN, in
Deutschland wie im westlichen Ausland (im Hochlohnland Dänemark liegt
der Spitzensteuersatz sogar bei 62 %) zu einer angemessenen Besteuerung
großer Unternehmungen und großer Einkünfte kommen und
die Kommunen endlich mit ausreichender Finanzkraft ausstatten!
rab (KV DIE LINKE. Birkenfeld)
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