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Presse-Informationen
Arbeitsmarktstatistik: Geschönte Zahlen
01.07.2010
Leserbrief zum Bericht "Die Arbeitslosigkeit geht weiter zurück"
in der Nahe-Zeitung vom 01.07.2010
Von existenzsichernder Arbeit sind wir
auch im Kreis Birkenfeld weit entfernt
Es dürfte inzwischen wohl jedem bekannt
sein, dass schon seit vielen Jahren die veröffentlichten Arbeitsmarktstatistiken
politisch "aufgehübscht" werden und mit der Realität
auf dem Arbeitsmarkt nur noch wenig zu tun haben.
Jenseits geschönter Zahlen liegt die Arbeitslosigkeit, wenn
man diejenigen mit einrechnet, die in 1-Euro-Jobs oder arbeitsmarktpolitischen
Maßnahmen geparkt sind und in Statistiken bewusst verheimlicht
werden bedeutend höher.
So positiv der Rückgang der Arbeitslosigkeit
für jede und jeden Einzelnen ist, von einem Sommermärchen auf
dem Arbeitsmarkt kann man auch bei den angeblich neuen Jobs nicht sprechen.
Eine übergroße Zahl der neuen Arbeitsplätze sind Mini-
und Midijobs, fallen unter die Kurzarbeiterregelung oder sind prekäre
Beschäftigungsverhältnisse.
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Von einem wirklichen Aufschwung am Arbeitsmarkt, vom Entstehen notwendiger
sozialversicherungspflichtiger, existenz-sichernder Arbeit sind wir auch
im Kreis Birkenfeld weit entfernt.
Aus Sicht der LINKEN braucht es einen flächendeckenden
gesetzlichen Mindest-lohn, der Nachfrage und somit Arbeit schafft. Es
braucht ein Investitionsprogramm und vor allem arbeitsmarktpolitische
Programme, die diesen Namen auch verdienen und Menschen in Arbeit bringen
statt sie zu verwalten. Die Einführung eines öffentlich geförderten
Beschäftigungssektors wäre dazu ein erster Schritt.
Rainer Böß, Schwollen
Mitglied im Kreisverband
DIE LINKE Birkenfeld
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