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Presse-Informationen
DIE LINKE: Lebensqualität darf nicht leiden
02.10.2010
Modell Rheinböllen kann
planlosen Wildwuchs bei Windkraftanlagen verhindern
Die Linke spricht sich für einen sanften und nachhaltigen Tourismus
aus. Auch wenn aus Sicht der LINKEN einiges durchaus verbesserungswürdig
ist, so befindet sich der Kreis Birkenfeld mit seinem Tourismusangebot,
das es zu erhalten und zu fördern gilt, insgesamt auf einem guten
Weg. Bei den Wanderwegen nimmt der Kreis sogar bundesweit eine Spitzenposition
ein. Um dies nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen sollte bei der
angedachten Ansiedlung von Windkraftanlagen gründlich nachgedacht
werden!
DIE LINKE macht sich für eine Wende hin zu erneuerbaren Energien
und für den Einsatz energiesparender Technologien stark. Kohle-
und Atomstrom sind für uns indiskutabel. Energie darf nicht zu
Profitzwecken weniger und auf Kosten der Solidargemeinschaft erzeugt und
genutzt werden. Nachhaltige Formen der Energiegewinnung wie Solarstrom
oder Windenergie wollen wir verstärkt ausbauen und unterstützen.
DIE LINKE spricht sich deshalb auch eindeutig für Windkraftanlagen
aus.
Allerdings darf weder der Tourismus noch die Lebensqualität der Bürgerinnen
und Bürger durch die geplante massive Ausweitung von Windkraftanlagen
im Kreis Birkenfeld leiden. Deshalb spricht sich DIE LINKE klar gegen
Alleingänge von Kommunen und Verbandsgemeinden aus.
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Für die Akzeptanz in der Bevölkerung ist eine kreisweite
Koordinierung und Planung der Standorte in enger Absprache mit den Anwohnern
und auch den Naturschutzverbänden notwendig. Dort, wo die Interessen
von Nachbarkreisen tangiert werden, sind auch diese Kreise mit einzubeziehen.
Um ein Konkurrenzdenken zu unterbinden unterstützt die LINKE Kreistags-Fraktion
das in der letzten Kreistags-Sitzung vorgestellte Modell Rheinböllen
in dem alle Ortsgemeinden nach einem bestimmten Schlüssel die
Erträge aus der Windkraft solidarisch untereinander aufteilen. Damit
muss nicht jeder Ort eigene Anlagen aufstellen um von den Gewinnen profitieren
zu können.
Darüber hinaus regt die LINKE an, zu überlegen, ob eine
kreiseigene Sonderfläche geschaffen werden könnte (z.B.
auf dem Truppenübungsplatz), wo sich auch alle Gemeinden mit einem
Grundkapital einbringen würden und man eine solche Großanlage
als kommunalen Eigenbetrieb ( wie z.B. die Stadtwerke I-O) in der
Rechtsform einer Genossenschaft führen könnte.
rab (KV DIE LINKE. Birkenfeld)
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