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Presse-Informationen
Krauth stimmt mit flammender Rede Landesparteitags-Delegierte auf Landtagswahlkampf
ein
17.11.2010
Als Beauftragte für soziale Bewegungen
wurde Tanja Krauth in den geschäftsführenden Landesvorstand
der Partei DIE LINKE. Rheinland-Pfalz gewählt
Landesparteitags-Präsidiumsmitglied
Tanja Krauth, rheinland-pfälzische Spitzenkandidatin der Partei DIE
LINKE für die Landtagswahl 2011 schwor in einer leidenschaftlichen,
oft von starkem Applaus unterbrochenen Rede die rund 220 Delegierte des
Landesparteitages der LINKEN in Saarburg (13. und 14. Nov. 2010) zu Beginn
des ersten Tages auf den Landtagswahlkampf ein.
Ein großer Teil der Anwesenden erhob sich anschließend von
den Plätzen und spendete stehend Beifall. Ein Beweis dafür,
dass Krauth mit ihren Attacken auf SPD, CDU und Grüne den LINKEN
aus dem Herzen gesprochen hatte.
In der Trümmerlandschaft Rheinland-Pfalz
bemerkte Krauth zur Baustelle Bildungspolitik:
Rheinland-Pfalz investiert zu wenig in die Zukunft unserer Kinder
das Statistische Bundesamt hat offiziell festgestellt, dass die
Beck-Alleinregierung unser Land mit ihrem finanziellen Minder-Engagement
im Bildungsbereich bundesweit auf den vorletzten Platz manövriert
hat.
Statt sich unserer Forderung nach gemeinsamem Lernen bis zum zehnten Schuljahr
anzuschließen, wird weiterhin das veraltete und gegen die Chancengleichheit
gerichtete dreigliedrige Schulsystem als Flickwerk beibehalten.
Die Realschule Plus, ein Ergebnis der misslungenen SPD-Schulstrukturreform,
war reine Augenwischerei, die außer nutzlos verpulvertem Geld keine
Wirkung zeigt.
Wenn Julia Klöckner jetzt ankündigt, auch die CDU wolle die
Realschule Plus beibehalten, ist das nichts weiter, als die Fortsetzung
verfehlter Bildungspolitik der Beck-Regierung statt zukunftsweisender
Alternative. Die LINKE fordert die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems,
eine Schule für alle Kinder und eine Erhöhung der Investitionen
in Bildung mindestens auf das bundesweite Durchschnittsniveau.
Krauth wies darauf hin, dass über den
mit jährlich mindestens 20 Millionen Euro aus Steuergeldern subventionierten
Zivilflughafen Hahn in zunehmendem Maße Militärtransporte abgewickelt
würden und die US-Airbase Spangdahlem zusammen mit Ramstein die Startbahn
der Kriege der USA wäre. Die Landesregierung fördere zudem
den rücksichtslosen Ausbau der Militäranlagen auf Kosten von
Mensch und Umwelt. Die CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner habe
der Bürgerinitiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und
Umweltverschmutzung im Raum Kasiserslautern lapidar mitgeteilt,
dass die Rheinland-Pfälzer diese Belastungen im Sinne der deutsch-amerikanischen
Freundschaft hinzunehmen hätten!
Krauth: Statt Anwohner zu enteignen und Steuergelder zu missbrauchen
benötigt die Region nachhaltige Arbeitsplätze und lebenswerte
Wirtschaftskonzepte. Zum Beispiel im Bereich erneuerbare Energien
und Fremdenverkehr. DIE LINKE fordert ein eigenständiges Landesamt
für Konversion und den Rückbau von Militärbasen hin zu
ziviler Nutzung unter anderem als Technologie-, Forschungs- und Wohnparks.
Empörend ist, so Tanja
Krauth, dass nach einem zwischen der rheinland-pfälzischen
Landesregierung und der Bundeswehr geschlossenen Rahmenabkommen
Jugendoffiziere den Unterricht in Schulen gestalten und sogar Lehrer fortbilden
dürfen.
Die Bundeswehr hat in Bildungseinrichtungen nichts verloren! Die psychologische
Zwangsbeeinflussung unserer Kinder muss beendet werden! Unter dem
Motto kein Werben fürs Sterben fordert DIE LINKE in Rheinland-Pfalz
die Rücknahme des Kooperationsabkommens zwischen der Landesregierung
und der Bundeswehr.
Dass so was überhaupt von einer SPD-Alleinregierung umgesetzt wurde
zeige, wie weit sich mittlerweile die blass-roten Genossen von der Friedenspolitik
eines Willi Brandt entfernt hätten. Julia Klöckners Vorwurf,
DIE LINKE offenbare mit ihrer Forderung ein "gestörtes Verhältnis
zum Rechtsstaat", wäre von der unchristlichen CDU-Politikerin
hingegen zu erwarten gewesen.
Krauth stellte fest: Von den etablierten
Parteien ist auch in Rheinland-Pfalz Die LINKE die einzige Partei, die
sich konsequent für den Frieden einsetzt!
Die Spitzenkandidatin der LINKEN berichtete
weiter, dass allein in Rheinland-Pfalz 7.500 reguläre, versicherungspflichtige
Arbeitsplätze durch Ein-Euro-Jobs vernichtet worden wären
und damit Rheinland-Pfalz im Bundesvergleich der größte Arbeitsplatz-vernichter
sei! Die LINKE will alle 1-Euro-Jobs durch Stellen im Öffentlichen
Beschäftigungssektor (ÖBS) ersetzen. Damit schaffen wir 10 000
neue Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz.
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Anhand eines Beispieles erläuterte
Tanja Krauth anschließend den Delegierten wie bei der Neuberechnung
der Hartz-IV-Regelsätze von der Bundesregierung getrickst und getäuscht
und damit die Daten in großem Umfang manipuliert wurden. Insbesondere
Kurt Beck und die rheinland-pfälzische SPD forderte sie auf, das
Armuts-Gesetz zu den Änderungen des SGB II und damit auch den Hartz
IV-Regelsätzen im Bundesrat zu blockieren und Verfassungsbeschwerde
beim Bundes-verfassungsgericht einlegen. Alles andere wäre ein erneuter
Verrat der ehemaligen Arbeiterpartei SPD an den Arbeitslosen!
Julia Klöckner, Spitzenkandidatin und
letzte Hoffnung der CDU in Rheinland-Pfalz", behaupte
frech ´Soziale Gerechtigkeit habe nichts mit der Höhe von Hartz-IV-Sätzen
zu tun´. Wer mit solch unqualifizierten Äußerungen
auch noch die Opfer der eigenen Politik verhöhnt und einmal mehr
seine Inkompetenz und soziale Kälte beweist, darf nicht Landesmutter
werden!
Hartz IV ist keine soziale Härte, sondern ein soziales Verbrechen,
und dieses Verbrechen muss weg!, so Tanja Krauth.
Krauth warnte auch vor prinzipienlosen Grünen:
Wenn Grüne im Saarland eine Koalition mit der CDU eingehen und im
Kreis Birkenfeld der Kreisvorsitzende der Grünen die Anhänger
der Grünen öffentlich zur Wahl eines CDU-Landrates aufruft,
können wir mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen nur warnen:
Wer Grün wählt wird sich Schwarz ärgern!
Tanja Krauth forderte: Weder eine verschwenderische SPD,die immer
noch an Hartz-IV und der Rente mit 67 festhält, noch eine machtbesessene
und undemokratische CDU, die, wie Stuttgart 21 beweist, ohne
Skrupel Schülerinnen und Schüler und Rentnerinnen und Rentner
niederknüppeln lässt, darf dieses Land regieren! Weil
auch in Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren Politik nur gegen die Menschen
gemacht worden wäre würde DIE LINKE in Rheinland-Pfalz für
eine nachhaltige regionale Entwicklung und eine aktive Arbeitsmarktpolitik,
für eine bessere Bildungspolitik, für soziale Gerechtigkeit
und Frieden gebraucht.
Krauth beendete ihre leidenschaftlich vorgetragene Rede mit: Anwalt
der Menschen zu sein ist unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit,
auch in Rheinland-Pfalz! Die einzige Partei, die sich glaubwürdig
und konsequent für die Interessen der Menschen ausspricht ist DIE
LINKE. Je stärker DIE LINKE, desto sozialer das Land!
Am zweiten Tag des Landesparteitages wurde Tanja Krauth, die in den vergangenen
Jahren bereits zeitweise stellvertretende Vorsitzende der WASG und der
LINKEN in Rheinland-Pfalz war, von einer großen Mehrheit der Delegierten
als Beauftragte für soziale Bewegungen in den geschäftsführenden
Landesvorstand gewählt.
In ihrer Vorstellungs-Rede wies sie auf bereits vorhandene regionale als
auch überregionale Kontakte zu Umweltverbänden, Bürgerinitiativen
und Friedensorganisationen hin.
Fest in der Friedensbewegung verankert, besteht mit Markus Pflüger
von der Arbeitsgemeinschaft Frieden aus Trier ein gegenseitiger
Meinungs- und Erfahrungsaustausch bezüglich Aktionen gegen Militarismus
oder Nazi-Umtriebe. Auch Elsa Rassbach von AVA (American Voices Abroad
Military Project & DFG-VK) ist bestens bekannt. Erwähnt wurde
auch, dass Chris Capps-Schubert von der Organisation IVAW (Irakveteranen
gegen den Krieg), mit dem Aktionen in der US-Garnisons-Stadt Baumholder
durchgeführt wurden, in seiner Funktion als IVAW-Koordinator für
Europa einer der Hauptredner der Eröffnungsveranstaltung der Großdemo
2008 vor dem Atomwaffen-stützpunkt Büchel vor über 2000
Zuhörern Tanja Krauth und dem Kreisverband DIE LINKE Birkenfeld für
das Engagement dankte.
Zur Trennung von Amt und Mandat meinte Tanja
Krauth: Gerade in einer kleinen Partei mit einer überschaubaren
Anzahl aktiver Mitglieder liegen in der aus bestimmten Gründen sicherlich
wünschenswerten Trennung von Amt und Mandat auch Risiken. Es ist
vernünftig, dass bevor auf einem Landesparteitag Ende 2011 darüber
entschieden wird, vorher ein intensiver Diskussionsprozess auf einer sachlichen
Ebene in Gang kommt. Momentan sehe ich gerade in der Kombination als Spitzenkandidatin
der LINKEN, die viel in Rheinland-Pfalz herumkommt und dabei mit vielen
Menschen und Organisationen Gespräche führt, und meiner Funktion
als Beauftragte des Landesverbandes für Soziale Bewegungen
für die Partei einen großen Vorteil, den ich auch zu nutzen
gedenke.
Um insgesamt eine Veränderung der gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse
herbeizuführen ist es für DIE LINKE wichtig, sich mit den außerparlamentarischen
Kräften auszutauschen, zu diskutieren und sich weiterhin zu vernetzen.
Dazu will ich meinen Teil beitragen
rab (KV DIE LINKE. Birkenfeld)
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