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Presse-Informationen
LINKE Kreistags-Fraktion:
Keine Unterstützung für Hartz IV
03.02.2011
Keine Unterstützung für Hartz
IV Ablehnung der Vereinbarung mit der Arbeitsagentur!
In der Kreistagssitzung vom 31. Januar 2011
hatte DIE LINKE die Vereinbarung zwischen dem Landkreis Birkenfeld und
der Agentur für Arbeit zur Regelung der Zusammenarbeit im Job-Center,
das die bisherige ARGE ersetzt, abgelehnt.
Das Bundesverfassungsgericht hatte
bereits Ende 2007 die ARGEN (Gemeinschaftseinrichtungen von Bundesagentur
für Arbeit und kommunalen Trägern zur Betreuung von Arbeitsuchenden)
für verfassungswidrig erklärt. Erst 2010 wurde die verfassungsrechtliche
Grundlage für diese Art der Mischverwaltung von der Mehrheit im Deutsche
Bundestag durch eine Grundgesetzänderung geschaffen. Die neue gemeinsame
Einrichtung erhielt den Namen Job-Center.
Als am 15. November 2010 im Kreistag Birkenfeld
beschlossen wurde, mit der Agentur für Arbeit eine gemeinsame Einrichtung
gemäß § 44 b des SGB II zu bilden, kam es der Fraktion
DIE LINKE vor allem darauf an, eine Options-Kommune, also die alleinige
Zuständigkeit des Kreises zu verhindern, weil dies für Arbeitslose
mit möglichen weiteren schweren Nachteilen verbunden gewesen wäre.
Dieses Modell ist im Kreis Birkenfeld nun
zwar vorerst vom Tisch. In der vorgelegten Vereinbarung wird die Zulassung
kommunaler Träger anstelle der Bundesagentur für Arbeit, also
die von der LINKEN abgelehnte Options-Kommune, für die Zukunft aber
nicht ausgeschlossen.
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Tanja Krauth, die Fraktions-Vorsitzende: Wir hätten uns
auch gewünscht, dass die in der Vereinbarung vorgesehene
Trägerversammlung nicht nur über Arbeitslose redet, sondern
mit Arbeitslosen. Da es im Kreis Birkenfeld keine ausreichend legitimierte
Arbeitslosenvertretung gibt, wäre z. B. die Einbeziehung des Erwerbslosen-ausschusses
des Verdi-Bezirks Rhein-Nahe-Hunsrück denkbar, dem gehören
auch Mitglieder aus dem Kreis Birkenfeld an.
Dass Vertreter von Beteiligten des
örtlichen Arbeitsmarktes die Eingliederungsleistungen nach dem SGB
II anbieten nicht Mitglied des Beirates sein dürfen, begrüßen
wir, sehen aber auch hier schon bei den aufgeführten Institutionen,
insbesondere auch im Hinblick auf eine mögliche zukünftige Bürgerarbeit
im Kreis, Interessenüberschneidungen.
Rainer Böß, der stellvertretende
Fraktions-Vorsitzende: Da sich sowohl der Oberbürgermeister
als auch der Bürgermeister von Idar-Oberstein als Mitglieder in die
Trägerversammlung wählen liesen gehe ich davon aus, dass die
Stadt Idar-Oberstein keine 1-Euro-Jobber beschäftigt und dies auch
in Zukunft nicht mehr beabsichtigt. Sollte dies allerdings nicht so sein,
läge bereits hier ein Verstoß gegen die Vereinbarung vor!
DIE LINKE Kreistags-Fraktion sieht insgesamt
in der Vereinbarung eine große Intransparenz. Die Folgen dieser
Vereinbarung sind für die Betroffenen nur schwer abzusehen.
Tanja Krauth: Darüber hinaus
hält DIE LINKE das von SPD, Grünen, FDP und CDU eingeführte
Hartz IV-Gesetz nicht nur für eine soziale Härte, sondern für
ein soziales Verbrechen und wird sich an der Umsetzung nicht beteiligen!
DIE LINKE stimmte deshalb der Vereinbarung nicht zu.
rab (KV Birkenfeld)
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