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Presse-Informationen

Girls Day ist Werben fürs Sterben

05.05.2011
Leserbrief zu Artikeln in der Nahe-Zeitung und im Wochenspiegel zum Girls Day bei der Bundeswehr


Während Computer-Spiele, in denen Gewalt vorkommt, in Deutschland wegen „schwerer Jugendgefährdung“ erst an 18-Jährige verkauft werden dürfen, darf die Bundeswehr beim sogenannten "Girls Day" in Idar-Oberstein und Baumholder bereits Minderjährige unter der Vortäuschung von Abenteuerleben und Kameradschaft ködern.

Mit falschen Vorstellungen des Soldatenlebens wird das eigentliche Ziel dieser Veranstaltungen verschleiert: Dringend benötigtes Kanonenfutter für deutsche Wirtschaftskriege! Der massive und skrupellose Versuch bereits Minderjährige in Schulen oder bei anderen Veranstaltungen für das Militär zu werben, bzw. junge Arbeitslose zum Eintritt zu nötigen, hat einen handfesten Hintergrund: Unter normalen Umständen sind immer weniger Jugendliche dazu bereit zur Bundeswehr zu gehen. Das interne Eckpunkte-Papier der Bundeswehr belegt: Von 498000 jungen Menschen, die im März und April angeschrieben wurden, zeigten gerade mal 1800 Interesse. Das sind nicht einmal 0,4 Prozent.

 

 

 





Auch das 2010 zwischen der SPD-Landesregierung und der Bundeswehr geschlossene Rahmenabkommen nach dem Jugendoffiziere den Unterricht in Schulen gestalten und sogar Lehrer fortbilden dürfen dient dem Ziel der Rekrutierung. Schulleitung und Elternvertretung haben durchaus die Möglichkeit sich auf ihre Fürsorgepflicht zu besinnen und sich gegen diese psychologische Zwangsbeeinflussung der Kinder zu wehren.
Außerhalb des Kreises Birkenfeld wird dies auch bereits gemacht. Erfreulich ist, dass neben der LandesschülerInnenvertretung Rheinland-Pfalz auch die Gewerkschaft "Erziehung und Wissenschaft" sich mit klaren Worten gegen das Abkommen positioniert.

Die Grünen hatten sich im Landtagswahlkampf ebenfalls für eine Rücknahme des Abkommens ausgesprochen und innerhalb der Friedensbewegung um Stimmen geworben, nach der Wahl ist davon allerdings nichts mehr zu hören - die Beendigung des Kooperationsvertrags ist nicht Inhalt der Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und Grünen.

Rainer Böß, Schwollen
Mitglied im Kreisverband
DIE LINKE Birkenfeld

 

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Aktualisiert: 17.07.2011
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